Allgäuer Tierskandal: Prozess gegen drei Angeklagte verschoben

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Der Prozess im sogenannten Allgäuer Tierskandal wird verschoben. Ursprünglich sollten in diesem Verfahren zwei Landwirte und vier Angestellte eines Milchviehbetriebs angeklagt sein. Nun wird jedoch zunächst nur gegen drei Angestellte verhandelt, da der Verteidiger der Landwirte Befangenheitsanträge gegen vier Richter gestellt hat. Der Prozess dreht sich um Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. Den Angeklagten wird vorgeworfen, bei 58 Rindern nicht für eine angemessene Behandlung gesorgt zu haben und stattdessen die Tiere qualvoll mit einem Radlader transportiert zu haben. Im vorherigen Prozess wurde bereits ein Landwirt verurteilt. Die Stadt Füssen steht weiterhin vor finanziellen Herausforderungen.
Donnerstag, 5. Oktober 2023

Morgen sollte der nächste Prozess im sogenannten Allgäuer Tierskandal beginnen, doch es wird zunächst nur gegen drei Angestellte eines Milchviehbetriebs aus Bad Grönenbach verhandelt.

Ursprünglich war geplant, dass in diesem aufwändigen Verfahren zwei Landwirte und vier Angestellte des Betriebs vor Gericht stehen würden. Die Verhandlung gegen die Landwirte Franz und Martin E. sowie den Angestellten Marcel H. wurde jedoch abgetrennt, nachdem der Verteidiger der Landwirte Befangenheitsanträge gegen vier Richter gestellt hatte. Die Anwälte äußerten Bedenken hinsichtlich der Befangenheit dieser Richter aus verschiedenen Gründen. Bis über diese Anträge entschieden wird, dürfen die betroffenen Richter nicht an der Hauptverhandlung teilnehmen, was Zeit in Anspruch nimmt.

Der Prozess dreht sich um mutmaßliche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. Die sechs Angeklagten, darunter die Landwirte Franz und Martin E., führten im Jahr 2019 gemeinsam einen landwirtschaftlichen Betrieb in Bad Grönenbach und Nebenbetrieben, in dem Milchvieh gehalten wurde. Die Anklage lautet darauf, dass sie bei 58 behandlungsbedürftigen Rindern nicht dafür gesorgt haben, dass Tierärzte sie behandeln oder notgetötet werden, wenn eine Behandlung aussichtslos war. Stattdessen sollen sie die Tiere unangemessen mit einem Radlader transportiert haben, wodurch den Rindern länger anhaltende erhebliche Schmerzen und Leiden hinzugefügt wurden. Die Anklage behauptet, dass die Angeklagten sich dessen bewusst waren, aber diese Qualen im Kauf genommen haben, um Zeit und Geld für Tierarztkosten zu sparen.

Im ursprünglichen Prozess des Allgäuer Tierskandals wurde ein 25-jähriger Landwirt zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Die Stadt steht weiterhin vor finanziellen Herausforderungen, darunter Schulsanierungen und der Bau von Kindergärten. Bürgermeister Eichstetter kündigte an, den Konsolidierungskurs weiter zu verschärfen, um das Ziel der wirtschaftlichen Handlungsfähigkeit der Stadt Füssen innerhalb der nächsten acht bis zehn Jahre zu erreichen. Trotz der anstehenden Herausforderungen zeigt sich die Stadtverwaltung optimistisch, dieses Ziel zu verwirklichen.

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