Alpenbad Pfronten ab heute dauerhaft geschlossen

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Das Alpenbad in Pfronten im Ostallgäu wurde nach 50 Jahren aufgrund seines desolaten Zustands geschlossen. Es wurden Gutachten erstellt, die den Zustand des Bades und der Gebäudesubstanz bestätigten. Eine Investition zur Renovierung war nicht mehr sinnvoll. Vor der endgültigen Schließung müssen jedoch noch einige Arbeiten erledigt werden, um das Bad sauber zu machen. Die Gemeinderatssitzung im September wird darüber entscheiden, ob die Becken als Freibad erhalten bleiben können. Der Bürgermeister von Pfronten hofft, bald Klarheit über die weitere Verwendung des Gebäudes zu haben.
Dass ein öffentliches Bad im Allgäu selten schließt, ist bekannt. Für das Alpenbad in der ostallgäuer Gemeinde Pfronten ist gestern der letzte Tag gekommen. Ab heute ist das Bad geschlossen und eine Ära von fünfzig Jahren geht zu Ende. Das Alpenbad und seine Bausubstanz befinden sich in einem desolaten Zustand, wie verschiedene Gutachten gezeigt haben. Eine notwendige Investition zur Erneuerung hätte keinen Sinn mehr gemacht. Bis der endgültige Schlüssel umgedreht wird, werden noch einige Wochen vergehen, sagt Betriebsleiter Harald Wöhr:

„Den Schlüssel umdrehen wird noch eine Weile dauern. Denn auch wenn die Freibadsaison zu Ende ist, müssen wir trotzdem noch Arbeiten verrichten, als ob wir in die Revision gehen. Am Ende der Saison reinigen wir das Bad gründlich. Das sind genau die Maßnahmen, die wir jetzt auch durchführen werden.“

Das Thema hat den Gemeinderat über viele Jahre begleitet, bis im Juni schließlich die Entscheidung zur Schließung des Alpenbads getroffen wurde. Eine der wichtigsten Aufgaben nach der Schließung muss jetzt erledigt werden:

„Als erstes werde ich das Chlorgas als Desinfektionsmittel vom Wasser abklemmen oder abtrennen und dafür sorgen, dass die Leitungen komplett frei von Chlorgas sind. Denn Chlorgas ist tödlich. Die Leitungen, die das Becken reinigen, müssen komplett ausgespült werden. Das Wasser wird abgesaugt oder abgepumpt und wenn die Leitungen leer sind, werden zuerst die Gefahrenstellen beseitigt, indem die Flaschen entfernt werden. Insgesamt habe ich sechs Flaschen, die an einem Apparat hängen und alles versorgen. Zusätzlich haben wir neun Reserveflaschen.“

Jetzt geht es vor allem darum, das Bad vor weiterem Verfall zu schützen, da niemand weiß, wie es weitergeht. Wenn die Becken über längere Zeit wasserlos bleiben, entstehen schnell Risse, die nur schwer oder meist gar nicht mehr zu reparieren sind. Was passiert mit dem Inventar und den Geräten?

„Ich hoffe, dass ich noch Vieles verkaufen kann, besonders die technischen Einrichtungen wie Mess- und Regelanlagen zur Überwachung der Becken. Auch Reinigungsgeräte, die nicht mehr benötigt werden, können zurückgegeben werden. Alles, was wir zu Geld machen können, versuchen wir bestmöglich zu verkaufen. Den Rest bauen wir ab und warten ab, was passiert.“

Denn die Zukunft des Bads steht noch in den Sternen. In Pfronten wird nach einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Lösung gesucht. Möglicherweise könnten die Außenbecken als Freibad erhalten bleiben, sagt Bürgermeister Alfons Haf:

„Zwei Dinge, die wir gerade untersuchen, sind die Öffnung des Freibads für den nächsten Sommer und die Nutzung des restlichen Gebäudes, das nicht direkt von der Stadt betroffen ist. Die Räume, die dem Hang zugewandt sind, könnten wir eventuell weiter anbieten. Ich hoffe, dass wir bald Klarheit haben und im Gemeinderat entsprechende Beschlüsse fassen können.“

Bürgermeister Haf möchte diese Klarheit gerne bis Ende der kommenden Woche haben. Das Thema wird nämlich in der Gemeinderatssitzung am 28. September wieder auf der Tagesordnung stehen.

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