belegt Notunterkunft in Lindau: Anstieg der Geflüchtetenzahlen

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Die Notunterkunft im ehemaligen Zeltplatz in Sauters wurde mit Flüchtlingen belegt. Der Landkreis Lindau verzeichnet einen dramatischen Anstieg der Flüchtlingszahlen. Derzeit leben 1.116 Menschen in dezentralen Unterkünften im Landkreis, aber insgesamt gibt es 2.261 Geflüchtete. Aufgrund des starken Zustroms müssen Sammelunterkünfte aktiviert werden, was bedauert wird. Die Verantwortung für die Flüchtlingssituation vor Ort wird bei der Regierung in Berlin gesehen, die ihren nationalen Migrationskurs nicht ändert. Die aktuelle Notunterkunft bietet den Geflüchteten nur Gemeinschaftsschlafräume und Sammelsanitäranlagen. In anderen Landkreisen mussten leerstehende Möbelhäuser, Hallen und Zelte für die Unterbringung genutzt werden.
Die Notunterkunft im Hauptgebäude des ehemaligen Zeltplatzes in Sauters wurde nun mit Geflüchteten belegt. Dies hat am Freitag, den 8. September 2023 stattgefunden.

Der Landkreis Lindau (Bodensee) sieht sich aufgrund des anhaltenden Zustroms von Geflüchteten in Deutschland mit immer größer werdenden Herausforderungen konfrontiert. Auch hier verzeichnet man einen dramatischen Anstieg der Flüchtlingszahlen. Für die kommende Woche sind bereits weitere 20 Personen angekündigt.

„Für Geflüchtete steht uns nicht ausreichend adäquater Wohnraum zur Verfügung, sodass wir nun auf unsere Notunterkünfte zurückgreifen müssen“, erklärt Landrat Elmar Stegmann. In den vergangenen Jahren und insbesondere in den letzten Wochen und Monaten hat das Landratsamt große Anstrengungen unternommen, um zusätzlichen Wohnraum anzumieten. Doch aufgrund des starken Zustroms reichen diese Bemühungen nicht mehr aus.

Derzeit leben 1.116 Menschen in dezentralen Unterkünften im Landkreis Lindau. Insgesamt gibt es jedoch 2.261 Geflüchtete im Landkreis. Obwohl die dezentrale Unterbringung bisher erfolgreich war und Spannungen verringerte sowie Integrationsbemühungen erleichterte, müssen nun Sammelunterkünfte aktiviert werden, was bedauert wird.

Die Regierung in Berlin wird eindeutig für die Flüchtlingssituation vor Ort verantwortlich gemacht. Trotz bundesweiter Rückmeldungen aus den Kommunen ändert der Bund seinen nationalen Migrationskurs nicht. Landrat Stegmann bemerkt, dass die Kommunen vor Ort im Stich gelassen werden, während der Bund soziale Anreize für weitere Migrationswellen schafft.
Die aktuelle Notunterkunft in Sauters bietet den Geflüchteten nur Gemeinschaftsschlafräume, einen gemeinsamen Aufenthaltsraum samt Küche und Sammelsanitäranlagen. ÖPNV-Anbindung, Einkaufsmöglichkeiten und ein Arzt sind erst nach einer beträchtlichen Fußstrecke erreichbar.

Landrat Stegmann betont die Notwendigkeit, Platz für Familien freizuhalten, die auf eine Infrastruktur wie Kindertagesstätten angewiesen sind. Insgesamt stehen 80 Plätze in der FOS/BOS-Turnhalle und 65 in Sauters zur Verfügung.

In anderen schwäbischen Landkreisen mussten in den letzten Wochen leerstehende Möbelhäuser, Tragluft- und Industriehallen sowie Zelte auf der grünen Wiese für die Unterbringung genutzt oder vorbereitet werden.

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