Betrugsskandal um Bürgermeister von Seeg wird größer

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Der Bürgermeister von Seeg, Markus Berktold (CSU), wird beschuldigt, nicht nur Corona-Hilfen erschlichen zu haben, sondern auch die Caritas um 2,4 Millionen Euro betrogen zu haben. Er sitzt seit Januar in Untersuchungshaft. Das finanzielle Ausmaß des Betrugs rund um das Caritas Alten- und Pflegeheim in Seeg ist noch größer. Der Anwalt der Caritas geht davon aus, dass Berktold unrechtmäßig über drei Millionen Euro vereinnahmt und ausgegeben hat. Der Gemeinderat von Seeg hat den Bürgermeister bereits zum Rücktritt aufgefordert. Zudem soll Berktold drei Pflegerinnen nicht bezahlt haben, aber mit der Krankenkasse abgerechnet haben.
Montag, 10. Juli 2023

Die Affäre um den Seeger Bürgermeister Markus Berktold (CSU) weitet sich weiter aus. Neben den erschlichenen Corona-Hilfen wird ihm nun auch vorgeworfen, die Caritas um rund 2,4 Millionen Euro betrogen zu haben. Berktold befindet sich bereits seit Januar in Untersuchungshaft.

Der Bürgermeister von Seeg, Markus Berktold, soll gemeinsam mit dem ehemaligen Leiter des Caritas-Heims in Seeg, 1,1 Millionen Euro Corona-Hilfen erschlichen haben. Wie der BR berichtet, ist das finanzielle Ausmaß des mutmaßlichen Betrugs rund um das Caritas Alten- und Pflegeheim in Seeg jedoch weit größer. Das sagt Caritas-Anwalt Stefan Kiefer.

Laut BR geht Kiefer davon aus, dass Berktold als Vorsitzender der „Caritas Stiftung Seeg“ und Geschäftsführer von drei GmbHs mehr als drei Millionen Euro rechtswidrig vereinnahmt und ausgegeben hat.

Das Vereinsvermögen soll laut Kiefer im Jahr 2020 2,4 Millionen Euro betragen haben. Nun ist das Konto leer. Berktold weigert sich als alleiniger Vorstand des Vereins zurückzutreten, wodurch der Verein handlungsunfähig ist.

Einige Ausgaben wurden zwar mit den Vereinsgremien abgesprochen, aber der Großteil der Gelder wurde vom Bürgermeister ohne Absprache und nicht im Sinne des Vereins ausgegeben. Des Weiteren fehlen Mieteinnahmen von bis zu einer Million Euro für eine Immobilie der „Caritas Stiftung Seeg“. Außerdem soll der Bürgermeister mit Vereinsgeldern eine Gewerbeimmobilie für seine eigene Gesellschaft gekauft haben, für die bisher niemand eingezogen ist und es gibt auch keinen Beschluss dazu.

Der Gemeinderat von Seeg hat Berktold bereits zum Rücktritt aufgefordert.

Darüber hinaus wird Berktold vorgeworfen, drei Pflegerinnen drei Jahre lang nicht für ihre Arbeit bezahlt, die Leistungen jedoch mit der Krankenkasse abgerechnet zu haben. Der Schaden beläuft sich auf weitere rund 230.000 Euro.

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