Elektrifizierung von Ulm über Kempten bis Oberstdorf geplant.

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Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter hat angekündigt, die Bahnstrecke von Ulm über Kempten bis nach Oberstdorf vollständig zu elektrifizieren. Dadurch sollen Regionalexpress-Züge und ferngesteuerte Züge ohne Diesel in das Oberallgäu gebracht werden können. Dies wird nicht nur den Schienenverkehr effizienter machen, sondern auch zum Klimaschutz beitragen. Die Planung für die Elektrifizierung der Strecke Ulm – Memmingen – Kempten ist fast abgeschlossen. Der Freistaat Bayern plant nun, dieses Modell auf den Abschnitt Kempten – Immenstadt – Oberstdorf auszuweiten. Neben der Elektrifizierung sind Verbesserungen im Fahrplankonzept geplant. Der Landkreis Oberallgäu plant auch Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr.

Mittwoch, 27. September 2023

Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter hat heute bei einem Besuch im Landkreis Oberallgäu bekannt gegeben, dass die gesamte Bahnstrecke von Ulm über Kempten bis nach Oberstdorf vollständig elektrifiziert werden soll. Diese ehrgeizige Initiative soll es ermöglichen, den Regionalexpress von Ulm nach Oberstdorf mit elektrischen Zügen zu betreiben und Fernzüge ohne Diesellokomotiven in das Oberallgäu zu bringen. Dieser Schritt wird nicht nur die Effizienz und Kapazität des Schienenverkehrs erhöhen, sondern auch einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz in dieser wichtigen Urlaubsregion leisten.




Die Landrätin des Oberallgäus, Indra Baier-Müller, bezeichnete diese Ankündigung als „einen Meilenstein für die Verkehrswende im Allgäu“. Im Jahr 2020 hatte der Freistaat Bayern die Deutsche Bahn (DB) bereits mit der Planung für die Elektrifizierung der Bahnstrecke Ulm – Memmingen – Kempten beauftragt. Diese Planung umfasste auch zahlreiche weitere Verbesserungen wie den Ausbau auf zweigleisige Streckenabschnitte und die Erhöhung der Streckengeschwindigkeit. Die Planung ist nun nahezu abgeschlossen, und die Beauftragung der Entwurfs- und Genehmigungsplanung wird voraussichtlich noch in diesem Jahr erfolgen.


Der Freistaat Bayern plant nun, dieses Erfolgsmodell auf den südlich angrenzenden Abschnitt von Kempten über Immenstadt nach Oberstdorf auszudehnen. Neben der Elektrifizierung der Strecke sind auch Verbesserungen im Fahrplankonzept geplant, um kürzere Reisezeiten und zusätzliche Haltestellen zu ermöglichen. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die Stadt Kempten und der Landkreis Oberallgäu haben im Auftrag ein gemeinsam finanziertes Gutachten gegeben, um diese Möglichkeiten zu prüfen. Die Ergebnisse des Gutachtens werden voraussichtlich Mitte 2024 vorliegen, und bei positivem Ausgang plant der Freistaat, die DB mit der Planung der Elektrifizierung und weiterer Infrastrukturausbauten zu beauftragen.


Landrätin Indra Baier-Müller betonte, dass der Landkreis bereits in den nächsten Jahren wichtige Schritte unternehmen werde, um den Nahverkehr im Oberallgäu attraktiver zu gestalten. Dazu gehören eine kostenfreie Nutzung des ÖPNV für Übernachtungsgäste, die Gründung eines Verkehrsverbunds und eine deutliche Erweiterung des Busangebots. Die Planung für den Ausbau der Bahnstrecke zwischen Kempten und Oberstdorf soll im nächsten Jahr beginnen und wird als eine der größten Verbesserungen im Schienenverkehr seit der Einführung des „Allgäu-Schwaben-Takts“ vor 30 Jahren angesehen. Dieser Ausbau wird entscheidend zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs im Oberallgäu beitragen.


 




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