Erika Kern (Rettenberg) geehrt mit erster Barbara-Stamm-Medaille

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In einer feierlichen Zeremonie in der Münchner Residenz wurde zum ersten Mal die Barbara-Stamm-Medaille verliehen. Die Medaille ehrt Persönlichkeiten, die sich besonders um die Beziehungen zwischen Bayern und Rumänien verdient gemacht haben. In diesem Jahr wurden vier Personen ausgezeichnet: Frau Beate Blaha aus Gauting, Frau Erika Kern aus Rettenberg, Herr Prof. Dr. Wolfgang Schramm aus München und Herr Lorand Szüszner aus Lauf a. d. Pegnitz. Die Geehrten haben sich in den Bereichen Kinderhilfe, Gesundheitsversorgung und Hilfstransporte nach Rumänien engagiert. Die Medaille wird alle zwei Jahre verliehen. Die Rettenbergerin Erika Kern wurde ebenfalls geehrt.
Mittwoch, 2. August 2023

In einem feierlichen Rahmen wurde in der Münchner Residenz zum ersten Mal die Barbara-Stamm-Medaille verliehen. Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf betonte: „Barbara Stamm war eine herausragende Persönlichkeit und das soziale Gewissen Bayerns! Ihr unermüdlicher Einsatz und ihr beispielloses Engagement im sozialen Bereich sind ein Vorbild für uns alle. Ihr Lebenswerk ist die bayerisch-rumänische Freundschaft! Über Jahrzehnte hinweg hat sie verlässliche Beziehungen aufgebaut – sie war die gute Seele der Beziehung Bayerns zu Rumänien. In Gedenken an unsere ehemalige Landtagspräsidentin und zur Würdigung ihrer einzigartigen Verdienste zeichnen wir ab sofort alle zwei Jahre Persönlichkeiten aus, die sich in besonderer Weise um die bayerisch-rumänischen Beziehungen verdient gemacht haben. Ich gratuliere den vier Geehrten ganz herzlich zu dieser besonderen Auszeichnung! Danke für Ihr außergewöhnliches Engagement.“

Die Barbara Stamm-Medaille wird alle zwei Jahre an bis zu fünf Persönlichkeiten oder Personenvereinigungen verliehen. Unter anderem für die Rettenbergerin (Oberallgäu) Erika Kern.

In diesem Jahr werden folgende Personen ausgezeichnet:
– Frau Beate Blaha, Gauting
Schon seit den frühen neunziger Jahren ist Frau Beate Blaha insbesondere für die Öffentlichkeitsarbeit eine große Stütze des Vereins „Bayerische Kinderhilfe Rumänien e. V.“ Sie initiierte auch eigene Projekte: So entstand in der rumänischen Stadt Iasi die Stiftung „HECUBA“. Mit Hilfe dieser Stiftung wurden eine Kinderkrippe und ein Kindergarten für sozial benachteiligte Kinder aufgebaut. Außerdem ermöglichte sie durch Spendensammlungen die Errichtung eines „Mutter-Kind-Schutzhauses“ in Iasi.

– Frau Erika Kern, Rettenberg
Als Helferin der ersten Stunde hat Frau Erika Kern gemeinsam mit ihrem Ehemann Robert Kern schon im Jahr 1991 Hilfstransporte nach Rumänien organisiert. Schwerpunkte ihrer Arbeit waren neben dem Transport von Hilfsgütern der Aufbau und die Ausstattung von vier Dialysestationen, die Ausstattung von Krankenhäusern mit Instrumenten, Medikamenten und Krankenbetten, die Errichtung eines Nierenzentrums, die Beschaffung von medizinischen Geräten und voll ausgestatteten Krankenwagen sowie die Unterstützung von Kindergärten und Schulen.

– Herr Prof. Dr. Wolfgang Schramm, München
Herr Prof. Dr. Wolfgang Schramm gründete 1991 gemeinsam mit Frau Landtagspräsidentin a. D. Barbara Stamm den Verein „Bayerische Kinderhilfe Rumänien e. V.“, dessen Vorsitzender er seitdem ist. Er unterstützte die Universitätskinderklinik in Temeswar/Timisoara beim Aufbau einer Versorgung von Kindern mit Bluterkrankheit und Diabetes. Dazu rief er eine Kooperationspartnerschaft mit dem Klinikum der Universität München (LMU) ins Leben, die bis heute besteht. Er war am Aufbau und Betrieb des „Zentrums für Kinder mit Bluterkrankheit und Diabetes“ in Busisch/Buzias und der Weiterentwicklung des „Zentrums für die Rehabilitation von Menschen mit schwersten Behinderungen“ in Pastraveni beteiligt.

– Herr Lorand Szüszner, Lauf a. d. Pegnitz
Herr Lorand Szüszner engagiert sich als Ortsvorsitzender der „Johanniter-Unfall-Hilfe Lauf“ (JUH). Den ersten Hilfstransport brachte er bereits 1989 auf den Weg und transportiert bis heute verschiedenste Hilfsgüter. Als Mit-Organisator der Aktion „Weihnachtstrucker“ fährt er jährlich am 2. Weihnachtsfeiertag nach Rumänien. In ca. 20 LKWs werden über 20.000 Weihnachtspakete transportiert und von den Teams direkt an Bedürftige verteilt. Auch die Hilfstransporte für den Verein „Bayerische Kinderhilfe Rumänien e.V.“ führt er durch.

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