Heeresflieger trainieren Gebirgsflug in den Bayerischen Alpen

Facebook
Twitter
LinkedIn
Pinterest
Pocket
WhatsApp


Vom 26. bis 30. Juni 2023 trainieren zwei NH90-Hubschrauber vom Transporthubschrauberregiment 30 in den bayrischen Alpen das Fliegen und Landen in alpiner Umgebung. Die Flüge finden nur bei Tageslicht statt und konzentrieren sich auf das Oberallgäu und die Region um Mittenwald. Das Gebirgsflugtraining ist ein wichtiger Teil der Ausbildung der Besatzungen und erfordert besondere Fähigkeiten von Piloten und Bordmechanikern. Die NH90-Transporthubschrauber haben die Aufgabe, Infanterietruppen und deren Material zu transportieren und Verwundete zu retten. Sie werden auch bei Naturkatastrophen eingesetzt. Im Jahr 2023 sind sechs NH90-Hubschrauber Teil der NATO-Speerspitze „VJTF“ und das Gebirgsflugtraining ist wichtig, da mögliche Einsatzräume oft bergig sind.

Donnerstag, 22. Juni 2023

In der Woche vom 26. – 30. Juni 2023 trainieren zwei NH90-Hubschrauber vom Transporthubschrauberregiment 30 aus Niederstetten das Fliegen und Landen in alpiner Umgebung. Ausgangsbasis ist der Heeresflugplatz in Altenstadt/Schongau. Schwerpunkte der Gebirgsflüge sind das Oberallgäu und die Region um Mittenwald.



Die Flüge finden dieses Mal nur bei Tageslicht statt. Spätester Landezeitpunkt in Altenstadt wird 17:00 Uhr sein.


Die geplante Gebirgsflugausbildung ist für die Besatzungen der Transporthubschrauber ein wichtiger Baustein in ihrer Ausbildung. Gebirgsflüge stellen ganz besondere Anforderungen, sowohl an Piloten als auch an Bordmechaniker und müssen regelmäßig trainiert werden. Die geplanten Flüge sind Ausbildungsflüge für die Besatzungen, es findet keine Gefechtsausbildung zusammen mit Gebirgsjägern statt. Die beiden Maschinen werden jeweils einzeln in unterschiedlichen Übungsräumen unterwegs sein.


Hintergrundinformation:


Die taktische Hauptaufgabe der NH90-Heereshubschrauber ist der Transport von Infanterietruppen und deren Material an jeden gewünschten Ort. Vorrangig sind dies Fallschirm- oder Gebirgsjäger. Eine zweite Aufgabe der Hubschrauber ist die Rettung Verwundeter.


Im Rahmen von Auslandseinsätzen waren die NH90-Besatzungen in den letzten Jahren in Afghanistan und in Mali im Einsatz. Im Rahmen von NATO-Übungen an vielen Orten in Europa, zuletzt mit zwei Maschinen bei der NATO-Übung „Noble Jump“ auf Sardinien.


Häufig müssen die Heeresflieger mit ihren Transporthubschraubern auch bei Naturkatastrophen helfen. Beispiele der jüngsten Zeit sind das Ahrtal-Hochwasser 2021 und zahlreiche Waldbrände, erst kürzlich in Mecklenburg-Vorpommern und in Brandenburg. Bei diesen Hilfseinsätzen sind die Hubschrauber mit einem 2000- Liter Wasser-Behälter ausgerüstet, und löschen dort, wo Feuerwehren nicht hinkommen.


Im Jahr 2023 sind sechs NH90-Hubschrauber aus Niederstetten Bestandteil der NATO-Speerspitze „VJTF“*, der schnellen Eingreiftruppe, die innerhalb weniger Tage an die NATO-Ostflanke verlegt werden könnte. Auch vor diesem Hintergrund ist das Gebirgsflugtraining wichtig, da es in den denkbaren Einsatzräumen viele bergige Regionen gibt. Die eingesetzten NH90-Transporthubschrauber sind max. 10,5 Tonnen schwer, haben drei Mann Besatzung und können im Einsatzfall zusätzlich 13 Soldaten oder eine Außenlast von ca. 2,5 Tonnen transportieren. Das Heer hat insgesamt 82 NH90-Hubschrauber, die in zwei Transsporthubschrauberregimentern in Niederstetten und Fassberg sowie am Ausbildungszentrum in Bückeburg stationiert sind.




Facebook
Twitter
LinkedIn
Pinterest
Pocket
WhatsApp

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert