Jugendprojekte mit großer Leidenschaft erhalten Anerkennung für ihr Engagement

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Der Landkreis Unterallgäu hat erstmals den Unterallgäuer Sozialpreis vergeben. Den ersten Preis, dotiert mit 3000 Euro, gewannen die Pfadfinderinnen aus Markt Rettenbach. Insgesamt hatten sich 24 Vereine, Jugendverbände, Gemeinden und Privatpersonen um den Preis beworben. Den zweiten Platz belegte das Türkheimer Kinderparlament des Kreisjugendrings, das 2000 Euro erhielt. Den dritten Platz teilten sich der Förderverein des Kindergartens in Böhen und die Feuerwehr Kettershausen, die jeweils 500 Euro erhielten. Die Verleihung des Sozialpreises soll die Vielfalt der Jugendarbeit im Unterallgäu sichtbar machen und die Wertschätzung dafür zeigen.
Der Landkreis vergibt zum ersten Mal den Unterallgäuer Sozialpreis – Pfadfinderinnen gewinnen.

Showtanz, Maibaumschnitzen, Zeltlager, Jugendcafé: „Die Bandbreite an Bewerbungen für den Unterallgäuer Sozialpreis hat gezeigt, wie vielfältig die Jugendarbeit im Unterallgäu ist“, freute sich Landrat Alex Eder bei der feierlichen Preisverleihung im Landratsamt in Mindelheim. 24 Vereine, Jugendverbände, Gemeinden und Privatpersonen hatten sich um den Preis beworben. „Eine beeindruckende Anzahl“, betonte der Landrat. „In den Projekten steckt viel Engagement.“

Den mit 3000 Euro dotierten ersten Preis gewannen die Pfadfinderinnen aus Markt Rettenbach. Es sei nicht einfach gewesen, aus den vielen guten Bewerbungen die besten auszuwählen, so Eder. „Jedes einzelne Projekt ist wertvoll und verdient eine große Anerkennung.“ Am Ende musste sich die unabhängige Jury aus dem Landrat, Mitgliedern des Unterallgäuer Jugendhilfeausschusses, Mitarbeitern der Kreisverwaltung sowie Fachleuten aus der Jugendarbeit jedoch entscheiden:

Den zweiten Platz belegte das Türkheimer Kinderparlament des Kreisjugendrings, das 2000 Euro erhielt. Den dritten Platz teilten sich der Förderverein des Kindergartens in Böhen und die Feuerwehr Kettershausen, die jeweils 500 Euro erhielten. Auch Kreisjugendpflegerin Julia Veitenhansl freute sich, dass die Verleihung des Sozialpreises gut angenommen wurde und viele Bewerbungen eingegangen sind. „Ziel war es, die Jugendarbeit in ihrer Vielfalt sichtbar zu machen“, sagte Veitenhansl. Außerdem wolle der Landkreis mit dem Preis seine Wertschätzung zeigen. Landrat Eder dankte den Teilnehmenden für ihr Engagement.

Die Arbeit der 1300 Vereine im Landkreis mit ihrer gut funktionierenden Jugendarbeit als Grundlage „ist einer der Standortfaktoren, die uns stark machen“. Deshalb versucht der Landkreis auch, die Vereine mit verschiedenen Angeboten wie zum Beispiel einem Vereinstag und dem mehrteiligen Seminar „Vorstandsführerschein“ zu unterstützen. Anschließend stellten die Preisträger ihre Projekte vor. Die Pfadfinderinnen St. Georg aus Markt Rettenbach gründeten sich im Jahr 2011 und starteten mit 15 Kindern und zwei Leiterinnen. Inzwischen sind die Pfadfinderinnen auf 108 Kinder und 21 Leiterinnen angewachsen. Die Angebote reichen von Projekten zum Thema Bienen und Imkern bis hin zu Ferienfreizeiten und der Gestaltung von Gottesdiensten. Das Ziel ist es, Mädchen zu stärken.

Inzwischen gibt es aber auch eine Gruppe für Jungen. Beim Kinderparlament in Türkheim geht es darum, den Nachwuchs schon früh am politischen Geschehen in der Heimatgemeinde zu beteiligen und für diese Arbeit zu begeistern. Hierzu gibt es Besuche im Rathaus, aber auch Aktionen wie Müllsammeln oder Blumenpflanzen. Der Förderverein des Kindergartens in Böhen gestaltet in der Gemeinde einen Gemeinschaftsplatz für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Fitnessparcours, Feuerwehrspielturm und Sitzgelegenheiten. Die Feuerwehr Kettershausen begeisterte die Kinder, indem sie einen Tag Berufsfeuerwehr spielen durften und drei realitätsnahe Einsätze üben durften.

Der mit insgesamt 6000 Euro dotierte Unterallgäuer Sozialpreis wurde dieses Jahr zum ersten Mal vergeben. Der Ausschuss für Personal und Soziales des Unterallgäuer Kreistags hatte im Herbst 2022 beschlossen, den bisherigen Förderpreis für vorbildhafte Senioren-Projekte auch für andere soziale Bereiche zu öffnen. Bei der „Premiere“ wurde das Thema Jugendarbeit in den Fokus gerückt. Für die Musik sorgte bei der Preisverleihung das Duo „The Nilus“ aus den jungen Musikern Niko Olef und Lukas Riegel aus Ettringen, die mit Schlagzeug, Gitarre und Gesang unterhielten.

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