Kein Deutschlandticket bei Kemptener Verkehrsbetrieben – Vertrieb gestoppt

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Die Kemptener Verkehrsbetriebe und andere Verkehrsunternehmen müssen den Verkauf des Deutschlandtickets ab September 2023 einstellen. Eine staatliche Tarifänderung führt zu finanziellen Verlusten und verhindert wirtschaftlichen Nutzen. Die Verkehrsunternehmen werden den entstandenen finanziellen Schaden erstattet bekommen, aber sie werden ermutigt, das Ticket selbst zu verkaufen, um die Mobilitätswende zu fördern. Allerdings wurde den Unternehmen mitgeteilt, dass sie keine Gewinne aus dem Eigenvertrieb behalten dürfen. Die Kemptener Verkehrsbetriebe starteten eine Marketingkampagne zur Förderung des regionalen Erwerbs des Tickets und konnten Zusatzerlöse erzielen. Allerdings müssen sie nun selbst die Verwaltungs- und Vertriebskosten tragen und können keinen weiteren Mehrwert erzielen. Deshalb müssen sie den Vertrieb des Tickets ab September einstellen. Das D-Ticket wird dann nur noch über Drittanbieter als rein digitales Medium erhältlich sein. Bestandskunden und Schüler sind von dieser Änderung nicht betroffen.
Die Kemptener Verkehrsbetriebe und weitere Verkehrsunternehmen der mona müssen ab September 2023 den Vertrieb des Deutschlandtickets einstellen. Aufgrund einer staatlichen Tarifänderung erleiden sie finanzielle Einbußen und es gibt keinen wirtschaftlichen Mehrwert.

Ab September 2023 wird der Vertrieb des Deutschlandtickets bei den Kemptener Verkehrsbetrieben und anderen Verkehrsunternehmen der mona eingestellt. Die Einführung eines bundesweiten Einheitspreises von 49,-€ für das Deutschlandticket ab dem 1. Mai 2023 hat zu einer starken staatlichen Einmischung in die regionalen Tarifstrukturen geführt, die zuvor die ausreichende Finanzierung des regionalen ÖPNV gewährleistet haben.

Für den entstandenen finanziellen Schaden wird ein Ausgleich vorgesehen, an dem sich Bund und Land jeweils zur Hälfte beteiligen. Grundlage für diesen Ausgleich sind die Betriebsergebnisse der Verkehrsunternehmen aus dem Jahr 2019.

Trotz dieser Unterstützung wurden die Busunternehmer und Verbünde ermutigt, das Ticket selbst zu vertreiben, um die Mobilitätswende zu fördern und neue Kunden für den ÖPNV zu gewinnen. Es wurde angedeutet, dass durch geschicktes Marketing und erfolgreichen Eigenvertrieb auch ein wirtschaftlicher Mehrwert erzielt werden könnte, der über den Ausgleich basierend auf den Betriebsergebnissen von 2019 hinausgeht.

Die Kemptener Verkehrsbetriebe und andere beteiligte Unternehmen starteten daher eine kostspielige Marketingkampagne für den regionalen Kauf des Deutschlandtickets. Insbesondere die Ausgabe von Plastikkarten als analoge Alternative zum Handy-Ticket fand großen Anklang und führte zu hoher Nachfrage von Kunden aus ganz Deutschland.

Im Mai konnten die Verkehrsunternehmer trotz der zusätzlichen Kosten einen deutlichen Mehrerlös erzielen. Allerdings erhielten sie Mitte Mai ein Schreiben des Staatsministeriums aus München, in dem festgelegt wurde, dass erzielte Mehrerlöse aus dem Eigenvertrieb nicht den Verkehrsunternehmen selbst zustehen, sondern vollständig abgeführt werden müssen. Zudem sind keine Vertriebskosten oder -provisionen zulässig.

Das bedeutet, dass die Kemptener Verkehrsbetriebe alle Verwaltungs- und Vertriebskosten in Zusammenhang mit dem Deutschlandticket selbst tragen müssen und keinen wirtschaftlichen Mehrwert erzielen können. Dies führt zu einer Verschlechterung des Betriebsergebnisses und schadet dem Unternehmen.

Trotz Bemühungen auf Landes- und Bundesebene, den Missstand zu korrigieren, blieben die Anstrengungen erfolglos. Auch die Unterstützung der kommunalen Politik zeigte keine Wirkung. Als Folge davon mussten die Verkehrsunternehmer die Entscheidung treffen, den Vertrieb des Deutschlandtickets an Privatpersonen ab September einzustellen.

Ab diesem Zeitpunkt ist das D-Ticket in der Region nur noch über Drittanbieter wie Schwaben-Bund Services über die VVM/mona App als reines digitales Medium erhältlich. Bestandskunden sind von dieser Änderung nicht betroffen und ihre Karten bleiben bis zum 31. Dezember 2023 gültig. Schülerkarten sind ebenfalls von diesem Vertriebsstopp ausgenommen und werden weiterhin von den örtlichen Verkehrsunternehmen angeboten.

Die Verkehrsunternehmer bedauern diese Entscheidung zutiefst, unterstützen jedoch grundsätzlich das Deutschlandticket als Beitrag zur Mobilitätswende. Sie hoffen darauf, dass die entsprechenden Entscheidungsgremien einsehen, dass das Produkt in Zukunft wieder vollständig angeboten werden kann, ohne wirtschaftlichen Schaden zu erleiden.

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