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Liebesbetrug über Online-Dating in Oberstaufen

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Im Oberstaufen-Fall wurde eine 71-jährige Frau Opfer von Love-Scamming im Internet. Ein Betrüger gab vor, ein Geschäftsmann zu sein, um die Seniorin in eine Liebesbeziehung zu täuschen und Geld zu erpressen. Die Täter nutzen soziale Netzwerke und Messengerdienste, um Opfer auszunutzen. Im Landkreis Oberallgäu wurden bereits 7 Fälle von Love-Scamming mit einem Gesamtschaden von knapp 135.000 Euro gemeldet. Die Polizei warnt vor leichtfertigen Geldzahlungen an unbekannte Online-Bekanntschaften und gibt Tipps zum Schutz von privaten Daten. Love-Scamming bleibt eine Herausforderung, und die Polizei warnt vor diesem Online-Betrug.
Im aktuellen Fall aus Oberstaufen wurde eine 71-jährige Frau über mehrere Monate Opfer eines Liebesbetrugs im Internet.

Ein Betrüger, der vorgab, Geschäftsmann zu sein und aufgrund von Steuerschulden die Schweiz nicht verlassen zu können, täuschte der Seniorin eine Liebesbeziehung vor. Die Frau, in der Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft, überwies dem Betrüger eine fünfstellige Summe, um ein persönliches Treffen zu ermöglichen.

Die Täter, auch als Romance-Scammer bekannt, suchen bewusst nach Online-Bekanntschaften, um diese anschließend finanziell auszunutzen. Dabei bedienen sie sich nicht nur der bekannten sozialen Netzwerke, sondern vermehrt auch Messengerdienste. Love-Scamming ist eine verbreitete Betrugsform, bei der Betrüger ihren Opfern vorgaukeln, in einer ernsthaften Beziehung zu stehen, um dann Geld und andere finanzielle Gegenleistungen zu erbetteln.

Unabhängig vom genutzten digitalen Kommunikationskanal verfolgen die Betrüger das Ziel, Geld von ihren Opfern zu erhalten. Oft täuschen sie über Wochen hinweg ernsthaftes Interesse vor, um die Betroffenen zu Geldzahlungen zu bewegen. Im vorliegenden Fall operierte der Betrüger aus dem Ausland.

Im Juli 2023 lernte die Geschädigte den Betrüger auf einer Datingplattform kennen. Über sechs Monate hinweg baute der Täter eine perfekte Lebensgeschichte auf, indem er vorgab, mehrere Firmen zu besitzen, jedoch aufgrund von Steuerschulden in Polen festzusitzen. Nach intensivem Chat-Verkehr bat er die Frau, ihm zunächst eine mittlere vierstellige Summe für den Kauf von Landmaschinen zu überweisen. Später forderte er eine niedrige fünfstellige Summe wegen angeblich ausstehender Zollgebühren.

Die Geschädigte, die das Geld nicht hatte, nahm einen Kredit auf und zahlte die Summe in einen Bitcoin-Automaten ein. Der Betrüger schaffte es, dass die Frau sich am Ende strafbar machte, indem sie Geld beim Bitcoin-Automaten einzahlen sollte, das von einer weiteren Betrogenen stammte.

Im Jahr 2022 wurden im Polizeipräsidium Schwaben Süd/West 29 erfolgreiche Fälle des Love-Scammings registriert, mit einem Gesamtschaden von mehr als einer halben Million Euro. In diesem Jahr wurden bereits 47 Fälle mit einem Gesamtschaden von über 1,2 Millionen Euro gemeldet. Im Landkreis Oberallgäu wurden im letzten Jahr 5 erfolgreiche Fälle mit einem Schaden von knapp 90.000 Euro angezeigt. In diesem Jahr wurden bereits 7 Fälle mit einem Gesamtschaden von knapp 135.000 Euro bekannt.

Tipps zum Schutz vor Love-Scamming:
– Schützen Sie private Daten: Seien Sie zurückhaltend bei der Veröffentlichung persönlicher Informationen.
– Geben Sie möglichst wenig von sich preis: Überlegen Sie, ob andere bestimmte Informationen wirklich wissen sollten.
– Verwenden Sie Sicherheitseinstellungen: Nutzen Sie Privatsphäre-Einstellungen in Netzwerken und Messengerdiensten.

Das Love-Scamming bleibt eine Herausforderung, und die Polizei warnt vor leichtfertigen Geldzahlungen an unbekannte Online-Bekanntschaften.

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Der “Allgäu Kompass” ist eine umfassende und informative Publikation, die sich auf die Region Allgäu in Deutschland konzentriert. Als Autor des “Allgäu Kompass” ist es meine Aufgabe, den Lesern aktuelle und relevante Neuigkeiten aus dem Allgäu zu liefern.

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