Sachsen-Anhalt schiebt mehr Migranten ab: Aktuelle Zahlen 2024

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Sachsen-Anhalt hat seit 2023 die Abschiebung von Migranten deutlich erhöht, mit einem Anstieg von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt wurden 218 Ausländer abgeschoben, was einem Plus von 54 Prozent im Vergleich zu 2022 entspricht. Bundesweit stiegen die Abschiebungszahlen nur um 27 Prozent. Zur Begrenzung illegaler Migration wurden im Herbst 2023 temporäre Grenzkontrollen an deutschen Grenzen zu Polen, Tschechien, Österreich und der Schweiz eingeführt. Die Maßnahmen wirken noch, daher plant das Innenministerium, sie fortzusetzen. Binnengrenzkontrollen sind in der EU normalerweise nicht erlaubt, dürfen aber für begrenzte Zeit eingerichtet werden.

Ausreisepflichtige in Sachsen-Anhalt / Sachsen-Anhalt schiebt vermehrt Personen mit Ausreisepflicht ab

Mitteldeutsche Zeitung

Halle/MZ (ots)

Sachsen-Anhalt hat seit 2023 deutlich mehr Migranten abgeschoben als in den Jahren zuvor. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Freitagausgabe) mit Verweis auf Zahlen des Landesinnenministeriums. Demnach schob Sachsen-Anhalt im laufenden Jahr 218 Ausländer ab, das waren rund zwanzig Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (181). „Es kommen noch zu viele Menschen ohne Schutzgrund nach Deutschland“, sagte Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) dem Blatt.

Kanzler Olaf Scholz (SPD) hatte im letzten Herbst angekündigt, „endlich im großen Stil“ jene abzuschieben, „die kein Recht haben, in Deutschland zu bleiben“. Geht es nach Sachsen-Anhalts Innenministerium, erfüllt das Land diese Ankündigung in höherem Maße als große Teile der Republik. Sachsen-Anhalt habe 2023 insgesamt 535 ausreisepflichtige Migranten abgeschoben – das sei ein Plus von 54 Prozent im Vergleich zu 2022. „Bundesweit wurden die Abschiebungszahlen nur um 27 Prozent erhöht“, betonte das Innenministerium.

Zur Begrenzung illegaler Migration hatten einige EU-Staaten im Herbst 2023 temporär Grenzkontrollen eingerichtet. Kontrollen gibt es unter anderem an den deutschen Grenzen zu Polen, Tschechien, Österreich und der Schweiz. „Die im Oktober 2023 eingeführten temporären Binnengrenzkontrollen zeigen bis heute Wirkung“, sagte Zieschang nun. „Deshalb müssen sie auch fortgesetzt werden, solange die EU-Außengrenzen nicht ausreichend geschützt sind.“ Eigentlich sind Binnengrenzkontrollen in der EU nicht vorgesehen – sie dürfen nur für begrenzte Zeit veranlasst und verlängert werden.

Pressekontakt:

Mitteldeutsche Zeitung
Marc Rath
Telefon: 0345 565 4200
marc.rath@mz.de

Original-Content von: Mitteldeutsche Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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