Sammelklage gegen Vodafone: Verbraucher kämpfen gemeinsam

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Mehr als 40.000 Verbraucher haben sich einer Sammelklage der Verbraucherzentralen gegen Vodafone angeschlossen, um gegen eine Preiserhöhung vorzugehen. Die Sammelklage ermöglicht es geschädigten Verbrauchern, gemeinsam vor Gericht zu ziehen und eine Entscheidung mit Entschädigungsfeststellung zu erhalten. Dies ist ein Fortschritt im Verbraucherrecht, da Unternehmen nun vor unlauteren Methoden abgeschreckt werden können. Die Sammelklage ist effektiver als die Musterfeststellungsklage, da sie den einzelnen Kunden nicht im Alleingang Schadenersatz einklagen lässt. Unternehmen müssen nun mit den Konsequenzen ihrer Handlungen rechnen, da die Sammelklage teuer für sie werden kann.

Die Berliner Morgenpost veröffentlichte kürzlich einen Kommentar von Wolfgang Mulke, der die großen Fortschritte lobt.

BERLINER MORGENPOST

Berlin (ots)

Mehr als 40.000 Verbraucherinnen und Verbraucher haben sich schon nach kurzer Zeit einer Sammelklage der Verbraucherzentralen angeschlossen. Dabei geht es für den einzelnen Mitstreiter um relativ wenig Geld, fünf Euro im Monat. Dafür wäre früher wohl kaum jemand vor Gericht gezogen. Da gab es diese Möglichkeit einer gemeinsamen Rechtsdurchsetzung allerdings auch noch nicht. Erst die Einführung der Musterfeststellungsklage im vergangenen Jahrzehnt und neuerdings einer Sammelklage machte dies möglich. Vor allem letztere ist ein großer Fortschritt im Verbraucherrecht.

Im aktuellen Fall klagen die Verbraucherschützer gegen eine nach ihrer Meinung ungerechtfertigte Preiserhöhung durch den Telekommunikationsanbieter Vodafone. Unabhängig vom Ausgang des Verfahrens zeigt sich hier exemplarisch der große Vorteil des neuen Rechts. Bisher konnten sich Unternehmen relativ sicher sein, dass sie mit unsauberen Praktiken durchkommen, solange es sich um geringfügige Schäden für den einzelnen Kunden handelt. Die Sammelklage ermöglicht es nun geschädigten Verbrauchern, von Gerichten eine Entscheidung für alle mit gleichzeitiger Feststellung der Höhe einer Entschädigung festzustellen. Die Klage kostet nichts und bringt bestenfalls auch kleine Beträge wieder zurück. Angesichts potenziell vieler Kläger dürfte diese Aussicht Unternehmen vor unlauteren Methoden abschrecken. Denn in der Summe kann es für sie teuer werden.

Daher ist die Sammelklage ein besseres Instrument als die Musterfeststellungsklage, bei der das Gericht zwar einen Entschädigungsanspruch feststellt, jeder Kläger danach aber seinen Schadenersatz im Alleingang einklagen muss.

Pressekontakt:

BERLINER MORGENPOST

Telefon: 030/887277 – 878
bmcvd@morgenpost.de

Original-Content von: BERLINER MORGENPOST, übermittelt durch news aktuell

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