Stiller Gedenkort für Sternenkinder in Altusried

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Der Altusrieder Friedhof wird zukünftig ein SternenkinderGrab und eine Gedenkstätte für sogenannte Sternenkinder haben. Eltern, die ihr Kind während der Schwangerschaft, bei oder kurz nach der Geburt verlieren, haben hier die Möglichkeit, es unkompliziert zu bestatten. Das Grab besteht aus zwei Steinstelen, die durch einen gläsernen Regenbogen verbunden sind. Initiiert und unterstützt wird das Projekt von der katholischen und der evangelisch-lutherischen Kirche vor Ort, dem Bestattungsinstitut Hackler und der Marktgemeinde Altusried. Die feierliche Segnung findet am 17. September statt. Das Sternekindergrab ist sehr wichtig und bietet den Eltern einen Ort für ihre Trauer. Die Gemeinde unterstützt das Projekt.
Auf dem Altusrieder Friedhof wird zukünftig ein SternenkinderGrab und eine Gedenkstätte für sogenannte Sternenkinder entstehen. Eltern, die während der Schwangerschaft, bei oder kurz nach der Geburt ihr Kind verlieren, haben hier die Möglichkeit, es unkompliziert bestatten zu lassen.

Die beiden Steinstelen, die durch einen farbigen, gläsernen Regenbogen verbunden sind, tragen den Bibelspruch „Ich habe dich eingezeichnet in meine Hände“ (Jes 49,16). Sie sind ein sichtbares Zeichen des Grabes und der Gedenkstätte. Dieses Projekt wird von der katholischen und evangelisch-lutherischen Kirche vor Ort, dem Bestattungsinstitut Hackler und der Marktgemeinde Altusried initiiert und unterstützt. Die feierliche Segnung mit musikalischer Gestaltung findet am Sonntag, den 17. September, im Anschluss an den Gottesdienst um 10.30 Uhr statt.

Als Anja Hartmann im letzten Sommer ihr Kind in der 21. Schwangerschaftswoche verlor, suchte sie mit ihrer Familie nach einer Bestattungsmöglichkeit. „Man möchte sein Kind bei sich haben“, beschreibt die junge Frau ihre Gefühle. Schließlich wurde ihr Sohn im Sternenkindergrab von Maria Steinbach beigesetzt. „Für uns fühlte es sich wie ein Ankommen an“, berichtet sie. Anja Hartmann nahm Kontakt mit der Pastoralassistentin Luzia Maier auf, die im letzten Jahr zusammen mit dem evangelischen Pfarrer Sebastian Strunk und vielen Ehrenamtlichen den Ökumenischen Dienst für Trauernde Altusried ins Leben gerufen hatte.

Daraufhin wurde die Umsetzung eines Sternenkindergrabes in die Wege geleitet. Die katholische und evangelische Gemeinde, die Friedhofsverwaltung und die Marktgemeinde Altusried waren sich schnell einig. „Wir haben ein Tabuthema angepackt, zu dem nahezu jeder aus dem Bekanntenkreis eine Geschichte erzählen kann und von dem es viele Betroffene gibt“, sind sich die Verantwortlichen sicher. „Dieses Sternenkindergrab ist von großer Bedeutung. Ich persönlich finde es gut, dass Eltern zukünftig einen Ort für ihre Trauer haben“, betont Bürgermeister Joachim Konrad. Die Gemeinde sagte sofort ihre Unterstützung zu – auch als Zeichen. „Die Zusage hat uns sehr ermutigt“, berichtet Sebastian Strunk. Die Wichtigkeit einer solchen Gedenkstätte habe er bei der Beerdigung eines Sternenkindes selbst gespürt, fährt der Pfarrer fort.

„Für die Gestaltung des Sternenkindergrabes haben wir verschiedene Künstler gebeten, ihre Ideen für einen Gedenkstein vorzulegen. Schließlich haben wir uns für den Entwurf des Altusrieders Franz-Josef Geier entschieden“, erklärt Luzia Maier. Der neue Leiter der katholischen Pfarreiengemeinschaft, Pfarrer Manfred Gromer, betont: „Dies wird ein Ort sein, an dem die Verbundenheit mit dem Kind sichtbar wird.“ Das menschliche Leben zählt von Anfang an, das werde hier deutlich. „Ich finde es gut, dass hier alle zusammenarbeiten“, freut sich der Seelsorger. „Wir können die Menschen so besser begleiten“, ist sich Pfarrer Gromer sicher.

Der kleine Bereich auf dem Friedhof ist bereits mit einer Buchenhecke abgegrenzt, zusätzlich zu den Stelen sollen auch noch Bänke aufgestellt werden. Seit vielen Jahren hatte das Bestattungsinstitut Hackler den Wunsch, ein solches Grab zu errichten. „Sternenkinder können in bereits bestehenden Familiengruften beigesetzt werden. Wenn es diese nicht gibt, mussten wir die Eltern nach Kempten verweisen“, erklärt Klaus Hackler, der das Familienunternehmen seit 30 Jahren leitet und seit 1998 auf dem Altusrieder Friedhof tätig ist. Viele kleine Steine haben nun zu einem Ganzen zusammengefügt und die Idee wurde umgesetzt.

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