Unwetterchaos im Allgäu: Zugausfälle, Sturmschäden, Stromausfall

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In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch zogen heftige Unwetter über das Allgäu hinweg. Es gab rund 550 Einsätze von Feuerwehr, Polizei und Rettungskräften. Besonders das Unterallgäu war betroffen, dort führte ein Stromausfall zu vielen Notrufen. Im Ostallgäu wurden zwei Zirkusmitarbeiter schwer verletzt. Ein Baum stürzte auf das Auto einer Familie. Der Zugverkehr ist ebenfalls beeinträchtigt. Auch in Südbayern und Baden-Württemberg verursachte das Sturmtief Ronson Schäden. Die Notrufleitungen waren teilweise überlastet, es gab Stromausfälle, umgestürzte Bäume und Verkehrsbehinderungen. Die Schäden werden noch ermittelt.
Heftige Unwetter haben in der Nacht auf Mittwoch das Allgäu heimgesucht. Starke Gewitter und Orkanböen führten zu etwa 550 Einsätzen von Feuerwehr, Polizei und Rettungskräften. Am stärksten betroffen war das Unterallgäu, wo unter anderem ein Stromausfall zahlreiche Notrufe verursachte. Im Ostallgäu wurden zwei Zirkusmitarbeiter schwer verletzt, als ein Zelt umstürzte. In Unterallgäu stürzte ein Baum auf das fahrende Auto einer Familie. Auch der Zugverkehr ist am Mittwoch eingeschränkt.

In der vergangenen Nacht hat das Sturmtief Ronson in Südbayern und Baden-Württemberg zahlreiche Schäden verursacht. Auch der Zugverkehr ist am Mittwoch durch Bäume auf den Schienen oder heruntergerissene Oberleitungen stark beeinträchtigt.

Die Notrufleitungen waren zum Teil überlastet, die Anrufer mussten Geduld haben, bis ihr Anruf angenommen wurde. Die eingegangenen Notrufe wurden von den Einsatzkräften nach Dringlichkeit abgearbeitet. In Teilen der Region kam es zu Stromausfällen. Im Landkreis Biberach gab es Meldungen über abgedeckte Dächer, ebenso im Bereich Ravensburg. Zahlreiche Straßen waren durch umgestürzte Bäume blockiert. Durch die Stromausfälle wurden auch Brandmeldeanlagen ausgelöst, die Brandmeldungen mussten überprüft werden.

Unter anderem im Landkreis Unterallgäu, der Stadt Memmingen und der Stadt Kempten wurden in der Nacht die Kreiseinsatzzentralen besetzt. Von dort wurden die Unwetterschäden an die örtlichen Einsatzkräfte koordiniert und verteilt. Dadurch wurden die normalen Einsatzzentralen entlastet.

Einschränkungen im Bahnverkehr:

Unter anderem ist die Bahnstrecke München – Memmingen – Lindau von den Sturmschäden beeinträchtigt, die Strecke ist aktuell gesperrt. Im Allgäu fahren derzeit nur auf folgenden Strecken Züge: Kempten – Immenstadt, Kempten – Memmingen, Kempten – Pfronten-Steinach. Die Deutsche Bahn teilt mit, dass sie keinen Schienenersatzverkehr anbieten kann, da keine Busse zur Verfügung stehen. Go Ahead arbeitet an einem Schienenersatzverkehr.

Unwettergeschehen im Allgäu:

Die Unwetterlage, die gestern in den Nachtstunden durch den Schutzbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West zog, sorgte für ein hohes Einsatzaufkommen für die Einsatzkräfte. Das Einsatzaufkommen lag insgesamt betrachtet im Zeitraum zwischen Dienstag, 06:00 Uhr und Mittwoch, 06:00 Uhr, bei rund 800 gemeldeten Einsätzen, das ist etwa dreimal so viel wie an einem durchschnittlichen Tag. Rund 550 dieser Einsätze entfielen auf die Nachtstunden und damit auf das Unwettergeschehen.

Viele der Einsätze liefen ohne polizeiliche Beteiligung ab und bezogen sich auf Verkehrsgefahren wie heruntergefallene Äste, abgerissene Bäume auf der Straße und umgewehte Verkehrszeichen. Unter anderem musste die Feuerwehr in Sonthofen einen Baum von der Hofener Straße entfernen, an der Vorderen Burgauffahrt drohte ein Ast auf die Fahrbahn zu fallen. Auch die Feuerwehr in Lindau berichtet von mehreren Einsätzen.

Die Gemeinde Niederrieden im Unterallgäu war bis 2 Uhr ohne Strom. Hier wurde der Blackout-Alarmplan aktiviert. Die Feuerwehr besetzte eine Notrufanlaufstelle. Allerdings konnte die Feuerwehr nicht über die Sirene alarmiert werden, da diese aufgrund des Stromausfalls nicht funktionierte.

Drei größere Einsätze beschäftigten die Polizei im Allgäu:
In Biessenhofen wurden gegen 23:10 Uhr zwei Frauen im Alter von 25 und 33 Jahren schwer verletzt, als ein bereits aufgebautes Zirkuszelt umstürzte. Die Feuerwehr musste eine der Frauen befreien.

In Bad Grönenbach kam es gegen 22:55 Uhr zu einem Verkehrsunfall, bei dem eine 47-jährige Beifahrerin leicht verletzt wurde. Ein Baum fiel auf das Fahrzeug und beschädigte das Dach.

In Leipheim kam es gegen 23:50 Uhr vermutlich durch einen Blitzeinschlag zu einem Dachstuhlbrand. Es entstand ein mittlerer fünfstelliger Sachschaden, Personen wurden nicht verletzt.

Unwettergeschehen im Landkreis Ravensburg:

Das Unwetter zwischen Dienstagabend und Mittwochmorgen hat in der Region zahlreiche Schäden verursacht. Zahlreiche Bäume wurden durch die starken Winde umgeworfen oder Äste brachen ab. Sie blockierten die Straßen in den Landkreisen Sigmaringen, Ravensburg und Bodenseekreis und sorgten für Beschädigungen und Unfälle mit teils hohem Sachschaden. In einigen Orten kam es infolge des Sturms zu Stromausfällen. Auf der L260 zwischen Aitrach und Aichstetten verunglückte gegen 23:15 Uhr ein 53 Jahre alter Fahrer eines dreirädrigen Rollers schwer. Er kollidierte mit einem auf der Straße liegenden Baum, wurde schwer verletzt und schwebt in Lebensgefahr.

Eine abgerissene Stromleitung über der B 30 bei Ravensburg bereitete Schwierigkeiten. Die Bundesstraße musste für die Beseitigungsarbeiten zwischen den Abfahr

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