Zeichen für Pflegeskandal Seeg: Weitere Vorwürfe gegen Bürgermeister Berktold

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Die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen ermittelt gegen den Bürgermeister von Seeg, Markus Berktold, wegen Betrugs und Untreue. Es wurden neue Haftbefehle erlassen. Die Beschuldigten Markus Seeger und der Leiter des Caritasheims in Seeg befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft. Berktold soll rund 1,4 Millionen Euro zum Nachteil des Caritas-Stiftung Seeg e.V. veruntreut haben. Zudem soll er coronabedingte Mehraufwendungen unberechtigt abgerechnet haben. Die Ermittlungen der Kriminalpolizeiinspektion Kempten und der Bayerischen Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen werden in Kürze abgeschlossen.
Am Dienstag, den 25. Juli 2023, ermitteln die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen (ZKG) und die Kriminalpolizeiinspektion Kempten nicht nur wegen Betrugs, sondern auch wegen des Tatvorwurfs der Untreue gegen den Bürgermeister Markus Berktold (CSU) aus Seeg. Es wurden neue Haftbefehle erlassen. Die Haftbefehle wurden den bereits inhaftierten Beschuldigten Markus Seeger und dem Leiter des Caritasheimes in Seeg von der Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Nürnberg eröffnet. Diese befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft. Der Seeger Bürgermeister soll knapp 1,4 Millionen Euro zum Nachteil des Caritas-Stiftung Seeg e. V. veruntreut haben. Dabei handelt es sich um 500.000 Euro zugunsten des Bürgermeisters persönlich und der von ihm beherrschten Gesellschaft. Es wurden Gelder des Vereins rechtswidrig überwiesen und dem Verein zustehende Pachtforderungen gegen das die Räume nutzende Unternehmen pflichtwidrig nicht geltend gemacht. Zusätzlich sollen die beiden Hauptbeschuldigten in den Jahren 2020 bis 2022 zu Unrecht die Erstattung von coronabedingten Mehraufwendungen aus dem Pflege-Rettungsschirm beantragt haben. Diese Mehraufwendungen sollen nicht angefallen sein. Dabei sollen sie von der Pflegekasse unberechtigt Auszahlungen in Höhe von über 1,3 Millionen Euro erhalten haben. Bei einem weiteren irrtümlich geltend gemachten Betrag von gut 800.000 Euro soll die Auszahlung gestoppt worden sein, weil der Schwindel aufgedeckt wurde. Die umfangreichen Ermittlungen der Kriminalpolizeiinspektion Kempten (Allgäu) und ZKG werden zeitnah abgeschlossen.

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