Einbruchsserie in Kindergärten: Verdächtiger in Haft genommen

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Die Kriminalpolizei Neu-Ulm hat nach einer Serie von Einbrüchen in Kindergärten im Landkreis Neu-Ulm und den angrenzenden Regionen einen Tatverdächtigen festgenommen. Die Serie begann im April 2016 in Neu-Ulm und erweiterte sich auf den Landkreis Günzburg, das Unterallgäu sowie benachbarte Landkreise Baden-Württembergs. Der Einbrecher ging äußerst gewaltsam vor und verursachte dabei Sachschäden in Höhe von mehreren zehntausend Euro. Elektronikgeräte wie Digitalkameras, Laptops und Beamer, aber auch Bargeld waren unter der Beute. Mittels umfangreicher Ermittlungen und Zufallskontrollen konnte der 43-jährige Verdächtige, ein polnischer Staatsangehöriger, am 24. Mai auf frischer Tat festgenommen werden. Die Sachschäden waren meist höher als der Wert der gestohlenen Gegenstände.

Die Kriminalpolizei Neu-Ulm hat im Landkreis Neu-Ulm und den angrenzenden Regionen, darunter dem Unterallgäu, eine Serie von Einbrüchen in Kindergärten untersucht. Nach intensiven Ermittlungen konnte nun ein Tatverdächtiger festgenommen werden.



Im April des vergangenen Jahres begann die Einbruchsserie in mehreren Kindergärten im Landkreis Neu-Ulm. Die Täter weiteten ihre Aktivitäten jedoch auch auf den Landkreis Günzburg, das Unterallgäu und benachbarte Landkreise in Baden-Württemberg aus.


Der Einbrecher ging dabei äußerst gewaltsam vor, indem er Türen und Fenstergläser einschlug und Türen aufhebelte, um sich Zugang zu den Einrichtungen zu verschaffen. Die Sachschäden durch die aufgebrochenen Türen, Fenster und Schränke belaufen sich auf mehrere zehntausend Euro. In den meisten Fällen überstieg der angerichtete Sachschaden den Wert der gestohlenen Gegenstände deutlich.


Die Beute umfasste elektronische Geräte wie Digitalkameras, Beamer und Zigaretten sowie Bargeld. Der genaue Wert der gestohlenen Gegenstände steht derzeit noch nicht fest.


Durch umfangreiche Ermittlungsmaßnahmen der Kripo Neu-Ulm und zwei Zufallskontrollen eines polnischen Staatsangehörigen in Neu-Ulm ergab sich ein konkreter Tatverdacht gegen den 43-jährigen Mann, der seit Ende März in der Region ohne festen Wohnsitz verweilte.


In der Nacht vom 24. Mai auf den 25. Mai wurde der Tatverdächtige schließlich auf frischer Tat bei einem Einbruch in einen Kindergarten in Giengen an der Brenz festgenommen. Die Festnahme erfolgte aufgrund von Ermittlungen der Kripo Neu-Ulm in Zusammenarbeit mit den Polizeidienststellen in Bayern und Baden-Württemberg durch Beamte des Polizeireviers Giengen.


Der 43-Jährige wird derzeit mit insgesamt elf Einbrüchen in Kindergärten in verschiedenen Ortschaften wie Neu-Ulm, Senden, Weißenhorn, Illertissen, Altenstadt, Nersingen, Leipheim, Günzburg und Wolfertschwenden (Landkreis Unterallgäu) in Verbindung gebracht. Ein weiterer Einbruch in ein Restaurant in Neu-Ulm wird ebenfalls dem Täter zugeschrieben.


In Baden-Württemberg wird der Festgenommene derzeit für vier Einbrüche in Grundschulen in Blaustein, Ulm, Warthausen und Laupheim sowie für acht Einbrüche in Kindergärten in Blaustein, Ulm, Blaubeuren, Westerstetten, Amstetten, Biberach und Giengen verantwortlich gemacht.


Die ermittelnden Polizeidienststellen unter der Leitung der KPI Neu-Ulm gehen davon aus, dass der 43-jährige Pole auch für weitere Einbrüche in der Region verantwortlich sein könnte. Die Ermittlungen in diesem Zusammenhang sind noch nicht abgeschlossen. Es wird vermutet, dass der Täter jeweils von seinem Aufenthaltsort in Neu-Ulm mit dem Zug zu den Tatorten reiste und von dort zu Fuß zu den Kindergärten gelangte. Als Übernachtungsplatz diente ihm eine improvisierte Unterkunft an der Lärmschutzwand des Bahntroges in Neu-Ulm. Bei der Durchsuchung dieser Unterkunft nach der Festnahme wurden vermeintliche Diebesgüter gefunden. Ein Großteil der Beute dürfte jedoch bereits verkauft worden sein.


Die zuständige Staatsanwaltschaft Memmingen beantragte am 25. Mai für die bayerischen Taten einen Untersuchungshaftbefehl beim Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Memmingen. Nach seiner Vorführung wurde der 43-jährige Einbrecher von Beamten der KPI Neu-Ulm inhaftiert und in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Die Ermittlungen dauern an.



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